Die Besetzungssorgen hören nicht auf

Tennis-Zweitligist Blasewitz muss sein Doppelprogramm am Wochenende wieder mit einem Notaufgebot bestreiten.

von Rolf Becker Dresdner Neueste Nachrichten

Dresden. In den ersten beiden Jahren der Zugehörigkeit zur 2. Tennis-Bundesliga kannte Blau-Weiß Blasewitz das Wort Abstiegssorgen überhaupt nicht. Das ist in dieser Saison anders. Denn in fünf Spieltagen haben die Schützlinge von Tomas Jiricka bisher nur einen Sieg erringen können. Die 2:8 Punkte reichen zwar aktuell gerade noch zu Nichtabstiegsplatz sieben, doch der SC Uttenreuth als Achter verfügt ebenfalls über 2:8 Zähler.Und eben in diesem nur 5000 Einwohner zählenden Uttenreuth, das nahe Erlangen in Mittelfranken liegt, spielen die Blasewitzer am heutigen Freitag. Am Sonntag ab 11 Uhr ist BASF TC Ludwigshafen auf der Anlage im Waldpark zu Gast. Der Neuling nimmt zwar mit 4:4 Punkten den fünften und damit einen Platz Mittelfeld ein, ist aber auch noch nicht völlig frei von Abstiegssorgen. Die Dresdner stehen als vor zwei echten Schlüsselspielen.

Mit den Uttenreuthern kreuzt Blasewitz schon seit 2010 die Klingen. Erst dreimal in der Regionalliga Südost, 2014 und 2015 in der 2. Bundesliga. Die Bilanz ist aus Sicht der Blasewitzer mit 2:3 negativ. „Uttenreuth war immer ein unangenehmer Gegner, hat uns 2013 sogar den schon da möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga im letzten Spiel noch weggeschnappt“, erinnert sich der Blasewitzer Teammanager Sven Grosse und fügt hinzu: „Die Truppe weiß, dass es auch diesmal um sehr viel geht und ist hoch motiviert. Favorit sind wir aber auch diesmal nicht, nachdem sich gestern unsere Aufstellungsprobleme nicht gebessert, sondern noch weiter verschlechtert haben.“

Bei Weltranglistenturnieren im tschechischen Liberec bzw. im slowakischen Pieštany haben der Tscheche Vaclav Safranek und der Weißrusse Uladzimir Ignatik jeweils das Viertelfinale erreicht und fallen damit zumindest das für das Spiel in Uttenreuth aus. Dazu fehlen bei den Dresdnern weiter die Nummer eins Andrej Martin, der die Slowakei bei den Olympischen Spielen in Rio des Janeiro vertritt sowie die verletzten Jan Satral und Peter Heller. Immerhin wird Zdenek Kolar noch zur Mannschaft stoßen, für den gestern in Liberec auch im Doppel das Aus kam, nachdem der 19-Jährige im Einzel bereits vorher gescheitert war. „Kolar kommt direkt aus Liberec nach Uttenreuth und besetzt die Spitzenposition. Darüber freuen wir uns, zum Favoriten werden wir aber auch durch ihn sicher nicht. Aber unsere sogenannte zweite Reihe ist ja schon in den letzten Wochen über sich hinaus gewachsen, und darauf hoffe ich nun auch für dieses sehr wichtige Spiel in Uttenreuth“, blickt Grosse voraus.

Der vom Chemnitzer TC Küchwald gekommene 24-jährige Tscheche Tomas Musil steht in Uttenreuth vor seinem ersten Spiel für die Blasewitzer. Außerdem gehören mit Michal Schmid, Michal Franek und Lubomir Majsajdr drei weitere Tschechen, der sächsische Tennis-Rekordmeister Christian Haupt und der Slowake Juraj Masar zum Aufgebot der Dresdnern beim Abstiegsderby in Mittelfranken.

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